EMAGine C-Eye Cross-Linking-Gerät

    C-Eye ist ein tragbares Cross-Linking-Gerät, welches an der Spaltlampe benutzt werden kann. Das kabellose UV-Bestrahlungsgerät kann zur Behandlung von Keratokonus und infektiöser Keratitis eingesetzt werden. Die Durchführung von Cross-Linking an der Spaltlampe kann im Vergleich zum Einsatz im Operationssaal Zeit und Kosten sparen.

    Marcel Baumann

    Allgemein

    Hauptmerkmale

    • Mobiles Cross-Linking-Gerät, das im OP und auch an der Spaltlampe eingesetzt werden kann
    • Kann Zeit und Kosten sparen
    • Zur Behandlung von Keratokonus und infektiöser Keratitis
    • Verfügt über 7 verschiedene vorprogrammierte Behandlungsprotokolle
    • Bietet alle derzeit in klinischen Bereichen verwendeten Intensitäten («epi-off» und «epi-on»)
    • Dickenangepasstes Strahlprofil berücksichtigt die periphere Hornhautdicke
    • In Kombination mit dem Ribo-Ker-Kit erhält man ein abgestimmtes Set zur Behandlung von Keratokonus und infektiöser Keratitis

    Corneal Cross-Linking (CXL) wird im klassischen Fall des Keratokonus zur Stabilisierung der Hornhautwölbung angewendet. Es hat dank der antibakteriellen Wirkung von photoaktiviertem Riboflavin aber auch den Effekt, die Hornhaut bis zu einer Tiefe von 300 µm zu sterilisieren. Das macht CXL auch als Behandlung von Hornhautinfektionen interessant und wird in diesem Fall als PACK-CXL bezeichnet (photoaktiviertes Chromophor für infektiöse Keratitis).

    Innovativ, vielseitig und tragbar

    C-Eye ermöglicht die Vernetzungstechnologie (Cross-Linking) an der Spaltlampe. Es kann aber auch – wie jedes andere CXL-Gerät – auf einer Tischhalterung im Operationssaal verwendet werden. C-Eye ist tragbar und kann deshalb überall hin mitgenommen werden, was von Vorteil sein kann, wenn jemand an verschiedenen Orten arbeitet. Das Gerät enthält Lithium-Ionen-Akkus und wird über USB-C aufgeladen.

    C-Eye passt auf viele gängige Spaltlampenmodelle. Die Kompatibilität mit weiteren Modellen wird laufend erweitert.

    Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht.

    Unterschiedliche Intensitäten, kürzere Behandlungsdauer

    Die Intensität variiert in der Leistung zwischen 3 und 30 mW/cm2 und umfasst sowohl gepulste als auch kontinuierliche Beleuchtungseinstellungen im «epi-off» und «epi-on» Modus, mit oder ohne Iontophorese. Im Gegensatz zum «Dresden-Protokoll» kann auch eine deutlich kürzere Behandlungsdauer gewählt werden – eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Behandlung im Sitzen an der Spaltlampe. Bei einer Intensität von 9 mW/cm2 dauert die UV-Bestrahlung zum Beispiel nur 10 Minuten. Benutzer können aus 7 vorgängig spezifizierten Cross-Linking-Beleuchtungsprotokollen wählen, die das gesamte Spektrum moderner CXL-Anwendungen abdecken.

    Hier finden Sie eine Übersicht und weitere Informationen über alle integrierten Protokolle.

    Zeit und Kosten sparen ohne Operationssaal

    Die Durchführung von CXL an der Spaltlampe hat viele Vorteile gegenüber der Durchführung in einem Operationssaal. Die Kosten für die Nutzung eines OPs sind nicht unerheblich, Cross-Linking jedoch benötigt prinzipiell keine OP-Umgebung, weder bei Keratokonus noch bei infektiöser Keratitis. CXL an der Spaltlampe spart daher Zeit und Geld – sowohl für den behandelnden Arzt als auch für den Patienten.

    Mehr als 200 wissenschaftliche Publikationen

    Bis heute gibt es mehr als 200 wissenschaftliche Publikationen zum Thema auf PubMed/MEDLINE, darunter mehrere Phase-II-Studien. Kürzlich wurde eine breit angelegte, prospektive randomisierte klinische Phase-III-Studie abgeschlossen, geführt vom ELZA Institute Zürich, in Zusammenarbeit mit dem «Centre for Applied Biotechnology and Molecular Medicine» der Universität Zürich, dem «Narayana Nethralaya Eye Hospital» in Bangalore, Indien, der «Ben-Gurion University of the Negev» in Beer-Sheva, Israel und der «Wenzhou Medical University» in Wenzhou, China.

    Hier finden Sie eine Übersicht mit aktuellen Publikationen.

    https://www.mediconsult.ch/application/files/4316/0190/9776/First_corneal_cross-linking_at_the_slit_lamp_540.mp4

    Ribo-Ker – ein einziges Riboflavin für Keratokonus und Keratitis

    Das Ribo-Ker-Kit bietet eine CE-zertifizierte Riboflavin-Lösung für alle Epi-Off- und alle PACK-Crosslinking-Behandlungen an. Die höhere Konzentration von Riboflavin erlaubt eine schnelle Sättigung der Hornhaut und benötigt keine visköse Modifikation vom HPMC oder Dextane. Das Riboflavin kann sowohl bei dünnen als auch bei normal dicken Hornhäuten eingesetzt werden.

    Das Rib-Ker-Kit umfasst eine Schutzkappe, ein Spekulum und ein einzelnes Fläschchen Ribo-Ker.

    Das Kit wurde entwickelt, um die Riboflavin-Lösung mit einem leichtgewichtigen Lidsperrer zu kombinieren, welcher sowohl in sitzender als auch in liegender Position verwendet werden kann. Die Einweg-Schutzkappe gewährleistet eine saubere Schnittstelle zwischen der Augenoberfläche sowie den Wimpern des Patienten und dem Gerät selbst, wodurch eine Kreuzkontamination zwischen den Behandlungen verhindert wird. Jede Behandlung wird durch Scannen des im Kit eingebetteten Tags aktiviert.

    Bilder

    Technische Daten

    Spezifikationen
    Stromversorgung

    4 wiederaufladbare Batterien Nikel Metal Hydrade BK8AAAB mit Netzkabel und 5V-Stromversorgung nur bei Montage auf Zubehör

    Blendenöffnung

    von 5 bis 12mm

    Lichtquellen

    UV-A

    Masse (H x L x T)

    182 x 55 x 62mm

    Gewicht

    450g

    Abstand Gerät und Patient

    36mm ± 5mm (*)

    * Der angegebene Wert bezieht sich auf den optimalen Abstand zwischen der vorderen Linse des C-EYE und dem Auge des Patienten (C-EYE CAP ausgeschlossen)

    Anzeige Batterie-Zustand (Farbe)
    100% Autonomie (grün)

    Vollständig geladen. Das Gerät kann für zehn Behandlungen verwendet werden.

    75% Autonomie (gelb)

    Teilweise geladen. Das Gerät kann für max. acht Behandlungen verwendet werden.

    25% Autonomie (rot)

    Teilweise geladen. Das Gerät kann nicht verwendet werden. Laden Sie das Gerät so schnell wie möglich auf.

    0% Autonomie (leer)

    Zu wenig Ladung. Das Gerät startet nicht. Laden Sie das Gerät so schnell wie möglich auf.

    Dokumente

    Information not available

    Marcel Baumann

    Ophthalmo Experience Reports

    Corneal Crosslinking (CXL) mit dem C-Eye

    Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi ist ärztlicher Direktor der ELZA Institute AG in Dietikon. Mitglieder des ELZA Institutes waren ab dem Jahre 2002 an der Einführung der CXL-Technologie in die klinische Praxis beteiligt. Prof. Dr. Dr. Farhad Hafezi hat bisher über 70 wissenschaftliche Arbeiten über CXL veröffentlicht.

    mehr dazu